BARF - Biologisch Artgerechtes Rohes Futter für Hunde

Lange Jahre habe ich meine Hunde mit Trockenfutter ernährt und war mit dieser Art der Hundeernährung durchaus zufrieden. Im Laufe der letzen Jahre stellte ich allerdings fest, dass jeder Hund „seine“ spezielle Futtersorte brauchte, dessen Zusammensetzung für ihn insgesamt am besten geeignet war. Somit hatte schließlich jeder Hund sein ganz spezielles Trockenfutter.

Eine schon ältere Hündin in meinem kleinen Rudel hatte über lange Jahre schreckliche Ohrenprobleme. Trotz tierärztlicher und homöopatischer Behandlung  blieb eine Heilung aus. Dann habe ich diese Hündin über einen längeren Zeitraum mit Frischfleisch gefüttert und endlich waren die Ohrenprobleme beseitigt.
Da mir diese Art der Fütterung zu diesem Zeitpunkt aber noch zu umständlich erschien und ich Sorge hatte, meine Hunde nicht optimal zu versorgen, stellte ich Ella nach Genesung leider wieder auf Trockenfutter um.
Aber die Ohrenprobleme kamen wieder und verstärkten sich von Monat zu Monat. Eine gute Bekannte  gab mir dann den Tipp, doch mal alle Hunde auf Teil-BARF umzustellen. Sie selber hat ihre Hündin im Frühjahr wegen diverser gesundheitlicher Probleme auf BARF umgestellt und damit einen schnellen, nachhaltigen Erfolg gehabt.

Gesagt, getan. Ich habe im September 2011 meine Hunde auf Teil-BARF umgestellt und bin mit dieser Art der Fütterung sehr zufrieden. Es war einfacher, als gedacht - und den Hunden schmeckt es super!
Ich habe dann das Buch „Hunde würden länger leben…“ von Dr. med. vet. Jutta Ziegler gelesen. Es hat mir sehr zu denken gegeben und ich bin froh, dass ich diese sehr interessante Lektüre gefunden habe.
Hier fand ich die Sicherheit und Bestätigung, meine Hunde vollständig auf BARF umzustellen und gleichzeitig mit allen erforderlichen Nährstoffen zu versorgen. Inzwischen stellen sich die ersten Erfolge ein. Die Hunde machen einen ausgesprochen guten Gesamteindruck, haben ein sehr schönes Fell und insbesondere die Ohrenprobleme klingen immer mehr ab. Auch bei einer älteren Hündin mit extremen Juckreiz und trockener Haut ist eine deutliche Besserung festzustellen.

Ein weiterer positiver Nebeneffekt: die Kotmenge hat sich auf höchstens 1/3 reduziert, da der Körper die BARF-Nahrung offensichtlich sehr gut und nahezu vollständig aufnimmt und verwertet.
Lange habe ich überlegt, ob ich auch für meinen anstehenden Wurf barfe. Schon nach kurzer Überlegung stand für mich fest: „Mein O-Wurf wird mein erster Wurf, der mit Frischfleisch aufgezogen wird“, und bin gespannt, wie sich die Welpen mit dieser artgerechten Fütterung entwickeln.

Nachdem ich mich jetzt sehr intensiv mit der Ernährung von Hunden beschäftig und  viele Bücher dazu gelesen habe, ist mir sehr klar geworden, dass in den meisten Trockenfuttersorten zu viele pflanzliche Kohlenhydrate enthalten sind, die der Hund als Fleischfresser gar nicht braucht und auch nicht gut verwerten kann. In Einzelfällen können dadurch auch allergische Reaktionen die Folge sein.  
Meine Hunde werden jetzt mit Fleisch, Knochen, Knorpel und Innereinen  versorgt,  zusätzlich gibt es rohes püriertes Gemüse, pürierten Salat und Obst sowie verschiedene hochwertige kaltgepresste Öle. Beim Gemüse richte ich mich nach der Saison, Kohlsorten werden gekocht gefüttert.

Ich würde mich freuen, wenn all unsere Welpen auch zukünftig weiterhin mit Frischfleisch gefüttert werden. Bei meinen eigenen Hunden sehe ich den Erfolg der Futterumstellung bereits jetzt, nach nur 5 Monaten. Nach der Zeit der Einarbeitung ist die Fütterung in keiner Weise umständlich, zu Beginn habe ich mir Futterpläne erstellt, die ich inzwischen nicht mehr brauche. In erster Linie bekommen die Hunde Fleisch etc., etwas Gemüse/Salat und wenig Obst. Zuweilen gibt es dann mal eine schöne Abwechslung in Form von Joghurt, Dickmilch, Buttermilch oder Hüttenkäse, diese Mahlzeiten lieben meine Hunde über alles und es ist einfach schön den Hunden jetzt bei Fressen zuzuschauen!